

Die Erkenntnis, daß Stadtforschung zu den Voraussetzungen der bestandsorientierten Stadterneuerung gehört, ist im Stadtplanungsgeschehen seit Jahrzehnten bekannt, muß aber immer wieder neu eingefordert werden. Stadtforschung untergliedert sich in ein breites Themenspektrum mit der Darstellung von wirtschafts- und ortsgeschichtlichen, architekturhistorischen und stadtökologischen Aspekten und schließt die Arbeit mit den verschiedenen Stadtbildkategorien und sonstigen Quellen zur Stadtgeschichte ein.
Der auf der Stadtforschung basierende Einsatz für die kulturellen und natürlichen Werte der Region führt auch dazu, für neu Entstehendes bzw. Geplantes höchste Qualität und Stadtverträglichkeit einzufordern. So muß die gegenwärtige Phase des Stadtumbaus nicht nur sozial verträglich und ökologisch sinnvoll, sondern vor allem „nachhaltig“ im Sinne künftiger Generationen sein. Man könnte diesen notwendigen Prozeß auch mit dem Begriff „Stadtrückbau“ umschreiben. Wir meinen dabei weniger das Schleifen von Bausubstanz als vielmehr die Betonung ursprünglicher städtischer Qualitäten wie Angebotsvielfalt, „kurze Wege“ oder ein Höchstmaß an Öffentlichkeit, ein „zurück zur Stadt“ also.
PRO LEIPZIG stellte ausgehend von den Ergebnissen seiner Stadtforschung im Jahre 2001
Thesen für einen behutsamen Stadtumbau zur Diskussion.
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Stadtforschung pro Leipzig |

